Wo bleibt das Positive?

Es kann nicht immer Weltuntergang sein!

Dass Veränderungen ins Ungewisse nach einer langen stabilen Phase ohne Kriege und Katastrophen in Mitteleuropa die Menschen verunsichert, kann man durchaus nachvollziehen. Dieses allgemeine Unbehagen wird durch mediales Getöse und die Echokammern des Internets zusätzlich verstärkt. Ja, die Welt verändert sich.

Aber, ohne die vielen Probleme der Politik, der Umwelt, der Wirtschaft und der Gesellschaft klein reden zu wollen: Wo Schatten ist, da ist auch Licht. Gerade als Investor tut man gut daran, dort seine Chancen zu sehen und zu suchen, anstatt sich von allgemeiner Hysterie verrückt machen zu lassen. Die Zukunft passiert jetzt. Und vor lauter Schlagzeilenpanik übersieht man sie allzu leicht. 

Russland beispielsweise erkennt im Klimawandel die Möglichkeit, seine bisher ungünstige geostrategische Lage aufzubrechen. Die Nordostpassage vom Atlantik durch das Eismeer in den Pazifik spielt dabei eine Schlüsselrolle. Mit zunehmender Eisfreiheit ließen sich hier Handelsströme zwischen Europa und Ostasien wesentlich günstiger abwickeln, als um Afrika herum. Bis zum Jahr 2024 soll sich hier die heutige Frachtmenge vervierfachen, bis 2030 sogar verfünffachen. Neben Waren plant man über diesen Weg auch den Export von Rohstoffen, wie Erzen, Erdöl oder tiefgekühltem Flüssiggas (LNG). Auf den Energieträger LNG setzen auch die USA. Seit April 2019 darf das Flüssiggas in speziellen Sicherheitstanks auf der Schiene transportiert werden. Und es wird nicht mehr lange dauern, dann landen auch die ersten Schiffe in Europas Häfen. Damit ist eine günstige Energieversorgung für die Wirtschaft gesichert, denn den die russischen Gasleitungen nach Europa gibt es als Konkurrenzprojekt ja nach wie vor. 

Mit der systematischen Erschließung der Schieferölvorkommen haben die USA einen zweiten Coup gelandet. Inzwischen größter Ölproduzent der Welt und unabhängig von Importen arbeiten hier über 9000 Unternehmen im Wettbewerb an immer effizienteren Verfahren. Durch konsequente Datennutzung mit Hilfe der Künstlichen Intelligenz lassen sich auch hier die Preise deutlich senken. Ein wichtiger Faktor für Trumps Plan, die US-amerikanische Wirtschaft substanziell nach vorne zu bringen, während man in Europa die Unternehmen mit Einschränkungen und CO2-Zielen systematisch gängelt. Und wer sich einmal die Videos der Firma Boston Dynamics angesehen hat, für den bestehen keine Zweifel, dass auch die nächste wirtschaftliche Revolution aus den USA kommt. Die Spezialisten dafür bildet man sich selbst an ausgezeichneten Universitäten aus oder lockt sie mit viel Freiheiten und niedrigen Steuern ins Land. 

China hatte vor wenigen Jahren sein Projekt der Neuen Seidenstraße angekündigt. Dieses Infrastrukturvorhaben verbindet auf dem Wasser- und Landweg das Reich der Mitte mit Europa und Afrika. Insgesamt betrifft das Vorhaben, rund 62 % der Weltbevölkerung und etwa 35 % der Weltwirtschaft. Finanziert wird es vom staatlichen Silk Road Fund, aber auch chinesischen Investoren und internationalen privaten wie staatlichen Fonds. Die wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Auswirkungen sind heute noch nicht absehbar. Aber sie dürften immens sein und die Welt, wie wir sie bisher kannten, komplett verändern. Mit dem Projekt wächst entlang der Handelsrouten der Wohlstand und verändert vermutlich die dort existierenden Gesellschaftssysteme fundamental. Dadurch könnte es gelingen den nahen Osten zunehmend zu befrieden.

Für Europa sind das prinzipiell gute Voraussetzungen. Allerdings muss man hier endlich begreifen, dass man schon lange nicht mehr der Nabel der Welt ist. Weltfremde Utopien sollten die Regierungen also schnellstmöglich durch pragmatische Pläne ersetzen. Vor allem aber müssen sie dem wirtschaftlichen Fortschritt die Freiheit lassen, die er braucht, um sich entwickeln zu können. Staatliche Eingriffe sind dabei Gift, die zu gefährlichen Wettbewerbsverzerrungen, Fehlallokationen und Blasen führen. Auch das Verhältnis zu Russland sollte die EU überdenken, um in der Weltwirtschaft der Zukunft noch eine wesentliche Rolle spielen zu können. Unabhängig davon bleibt Europa allein wegen seiner Größe für alle Seiten ein wichtiger Handels- und Wirtschaftspartner. 

Das und die Attraktivität als touristisches Ziel, insbesondere immer reisefreudigerer Gäste aus Fernost, macht Hotels auch mittel- bis langfristig zu hervorragenden Investments. Die Investition in Grund und Boden an hervorragenden Standorten sorgt dabei für Sicherheit, der Betrieb durch erfahrene Managementunternehmen für eine Rendite, die sich nicht nur in Zeiten von Negativzinsen sehen lassen kann. So wie dieses 3-Sterne-Business-Hotel in Frankfurt mit einer garantierten Rendite von 5,3 % über 20 Jahre. Sogar 6,1 % über 20 Jahre fix bringt dieses 3-Sterne-Haus in Stuttgart. Die Auswahl an solchen Investmentchancen wird allerdings immer geringer.