Eine Entscheidung fürs Leben

Irgendwann im Leben stellt sich jeder Privathotelier die Frage, wie es weitergehen soll.
Einerseits liebt man seinen Beruf als professioneller Gastgeber und sein ebenso liebevoll wie familiär geführtes Haus.
Andererseits wird der Druck immer größer, z. B. durch: 

  • professionelle internationale Hotelketten mit extrem effizienten Einkaufs- und Vermarktungsmöglichkeiten
  • preisaggressive Low-Budget und Economy-Hotels
  • neue Wettbewerber wie AirBnB
  • internetbasierte Hotelvermittler, die den Gewinn zusätzlich schmälern
  • eine Vielzahl von rechtlichen Vorschriften und Einschränkungen (vom Feuerschutz bis zum Mindestlohn)
  • hohe steuerliche Belastungen und damit einhergehende Liquiditätsengpässe
  • Modernisierungs- und Renovierungsstau durch nicht mehr zeitgemäße Ausstattung
  • Probleme mit dem Personal und die Schwierigkeiten geeignetes Personal zu finden

Diese Fragen sollten Sie sich jetzt stellen.

  • Muss ich mir das antun, nachdem ich mein ganzes Leben für das Hotel gearbeitet habe?
  • Ich war immer nur für andere da. Wäre es jetzt nicht an Zeit, mir selbst einmal etwas zu gönnen? Und sei es nur mehr Zeit für mich und meinen Lebenspartner, finanzielle Sicherheit bis ans Lebensende und Sicherung meines Vermögens für meine Kinder.
  • Wie sieht es mit einem Nachfolger aus, wenn ich selbst nicht mehr will oder kann?
  • Wird ein angestellter Manager mein Lebenswerk genauso erfolgreich und in meinem Sinne weiterführen wie ich?
  • Wäre es nicht sinnvoll, mir zumindest ein Angebot machen zu lassen, um einen aktuell realistischen Marktpreis für mein Hotel zu erfahren?

Der Zeitpunkt muss stimmen!

Wer mit dem Gedanken spielt, sein Hotel zu veräußern, der darf den dafür günstigsten Zeitpunkt allerdings nicht verpassen und sollte sich rechtzeitig dazu entschließen. Denn auch der Verkauf nimmt erfahrungsgemäß mindestens ein Jahr in Anspruch. Aktuell sind die Preise für Hotels hervorragend. Wie es in fünf oder zehn Jahren aussieht, kann allerdings niemand voraussagen.